Keine Werbung

 sondern

meine Meinung !!! 

Durch meinen Onkel in Thüringen 

wurde ich auf Deutschlands beste Satire-Zeitschrift

aufmerksam, die ich jeden Monat mit  Sehnsucht erwarte.

Hier nur mal ein winziges Beispiel von Texten,
über die ich mich schlapplachen kann. 

 

DAS SATIREMAGAZIN - Unbestechlich, aber käuflich!

Tel.: 030/293463-0
Fax: 030/293463-21
 
Die sagenhaften Karikaturen,
die supergeilen Artikel und vieles mehr sind der Grund,
weshalb  ich oft  " in die Shorts piesele " !!!
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( Veröffentlichungen mit Genehmigung des Verlages )

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Lied eines toten Affen

Als ich noch lebte, war die Welt verlassen.
Das ist nun viele hundert Jahre her.
Es gab kein Rheuma, keine Krankenkassen,
kein Schreibpapier, um Verse zu verfassen,
und keinen visafreien Grenzverkehr.
Ich lebte nur als Existenzialist -
Mensch, freu dich, dass du Mensch geworden bist!

Ein Fressen war das einst! Das sag ich Ihnen!
Wir kannten weder Sekt noch Kaviar.
Uns mussten Kokosnüsse, Apfelsinen,
sogar Bananen als Verpflegung dienen,
was eine Riesenaffenschande war!
Es war ein Fraß, den heut’ kein Mensch mehr frisst -
Mensch, freu dich, dass du Mensch geworden bist!

Und nirgends ließ sich die Kultur entfalten.
Ein Affe hat ein viel zu dickes Fell.
Er konnte keinen Lustspielfilm gestalten
und war zu schwach, ein Referat zu halten,
und nirgends spielte man den Wilhelm Tell.
Es gab den Star, doch niemand war Statist -
Mensch, freu dich, dass du Mensch geworden bist!

Was war das einst? Ein Beißen, Würgen, Morden!
Die eine Bestie schlug die and’re tot.
Das ist jetzt anders, menschlicher geworden:
heut’ propagieren menschlich-wilde Horden
den Krieg mit Wasserstoff und Zuckerbrot.
Frag dich nun selber, wie das ist!
Freust du dich, dass du Mensch geworden bist?

Muss euch denn erst ein toter Affe sagen,
wie schön es ist, dass euer Herz noch schlägt?
Wie schön es ist, in friedlichem Behagen
ein Kind behutsam auf dem Arm zu tragen,
das man ins Leben, nicht zu Grabe trägt?
Was willst du? - Frieden? - Oder Not und Zwist?

Mensch, zeig doch, dass du Mensch geworden bist!


[ Hansgeorg Stengel ]

Wer war dieser Herr Stengel,

den ich sehr für seine Genialität bewundere:

 Hansgeorg Stengel, gebürtiger Thüringer und Sohn eines Lehrers, veröffentlichte schon als 14-Jähriger erste Gedichte in Lokalzeitungen. Er wohnte in der Brauhausgasse /Am Schloßberg im Greizer Stadtzentrum. Nach Kriegsdienst und -gefangenschaft studierte er Germanistik und später Journalistik. Anfang der 1950er Jahre zog er nach Ost-Berlin. Er arbeitete zunächst als Redakteur bei der Satirezeitschrift Frischer Wind, die später als Eulenspiegel erschien. Bis 1959 war er dort als „Redakteur für Sprache und Stil“ angestellt, danach arbeitete er als freier Autor. Nachdem er in den 1950er Jahren Kabaretttexte für die Distel in Ost-Berlin verfasst hatte, startete Stengel 1971 seine Karriere als Solokabarettist. Trotz seiner großen Popularität hatte er im Fernsehen der DDR keine Chance, da er darauf bestand, an seinen Manuskripten keine politisch motivierten Veränderungen vornehmen zu müssen. 1995 zog er mit seiner Frau in den Westteil des nun vereinten Berlins. Stengel starb 2003 an seinem 81. Geburtstag.

Stengels Markenzeichen war sein scharfer Wortwitz, mit dem er gegen Stilblüten und Sprachschludereien zu Felde zog - u.a. auf der Sprechplatte „Aus Willi Wuschkes Geredeschuppen“ und mehrere Jahre lang im Beitrag Wortadella in der Ostthüringer Zeitung, deren Auszüge 1997 in Buchform veröffentlicht wurden. Von ihm stammt der Ausspruch: „Die Deutschen können nicht deutsch sprechen.“

 Außerdem beschäftigte sich Stengel mit Palindromen und veröffentlichte darüber 1984 das Buch Annasusanna.

( Wikipedia )

 

Viel Spass wünscht